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Schule + Theater = Was gelernt fürs Leben

Von Ursula Brinkmann

Dallau/Mosbach. (…) Um ein Teilgebiet der Mathematik ging es (...) im Steinersaal der Volksbank in Mosbach. Wieder waren Grundschulklassen verschiedener Schulen eingeladen, und zwar jene Klassen, die im Raum Mosbach am Programm „Sprache fürs Leben“ der Akademie für Innovative Bildung und Management (aim) in Heilbronn teilnehmen. (…) Aim und Bürgerstiftung für die Region Mosbach machten nun möglich, dass nicht nur die deutsche Sprache, sondern gleich auch noch die Geometrie auf spielerisch-interaktive Weise die Kinderherzen eroberte. Denn was das Urania-Theater aus Chemnitz mit ganz kleiner Bühne, zwei Puppenspielern, ohne Mikrofon, einer Handvoll Handspielpuppen und einer märchenhaften Geschichte inszenierte, war so altmodisch, dass man hätte meinen mögen, dass sich kein Achtjähriger oder keine Sechsjährige davon begeisternlassen würde. Das Gegenteil war der Fall: Jungen und Mädchen hingen an den Lippen von Bauer Wilbur, der „auszog, die Prinzessin zu freien“. Dass ihm das gelingt, hat zum einen viel mit Geometrie zu tun und zum anderen mit der Unterstützung der jungen Zuhörerschaft.

Die Puppenspieler Ivonne Fischer und Kay Haberkorn haben bei ihrem Spiel lediglich eine Art roten Faden. „Der Rest ist bei jeder Aufführung anders.“ Denn der ergibt sich aus dem Zusammenspiel von der Handlung vor und hinter dem roten Vorhang. „Die Kinder sind Teil des Stücks“, lautet das Urania-Konzept. „Wir lassen uns auf die Kinder ein“, beschrieb es Kay Haberkorn nach der zweiten von insgesamt drei Mosbacher Vorstellungen, zu denen rund 250 Kinder kamen. Und die ließen sich auf die Handlung ein, dachten lautstark mit, um Wilbur bei seiner Reise durch Länder und Zeiten zu helfen. Das erfordert viel Flexibilität und Improvisationstalent von den Theaterleuten, macht aber jede Aufführung auch für die Puppenspieler spannend.(…).


Quelle: Rhein-Neckar-Zeitung Nr. 86, Region Mosbach, 12. April 2017